„Ohne den Einfluss von jungen Menschen in der Politik wird sich nichts ändern!“

Wir haben Melina und Laureen aus unserer Freiwilligengruppe in Paderborn gefragt, warum sie sich für die Seenotrettung bei SOS Humanity engagieren. Ihre Antworten versprühen so viel Energie, Zivilcourage und Freude, dass man direkt mit ihnen auf die Straße gehen will!

In Zukunft werden wir hier regelmäßig Freiwilligen die Chance geben, ihr Wirken und ihre Gründen für ihr Engagement bei SOS Humanity vorzustellen.

Ihr engagiert euch in der Freiwilligengruppe Paderborn. Könnt ihr eure Gruppe in zwei bis drei Sätzen vorstellen?
Wir sind Melina und Laureen, stellvertretend für die Freiwilligengruppe Paderborn. Unsere Gruppe hat sich letztes Jahr durch Kontakte zur Kölner Gruppe ganz spontan bei den Picknick-Konzerten in Paderborn gegründet. Seither versuchen wir, trotz Corona-Pandemie, eine aktive Freiwilligenarbeit in Paderborn zu gestalten.

Warum engagiert ihr euch bei SOS Humanity?
Gerade für junge Menschen ist es nicht immer leicht, Hilfsorganisationen finanziell zu unterstützen, deshalb investieren wir unsere Zeit, um uns politisch für Geflüchtete einzusetzen.

Niemand kann sich aussuchen, wo er oder sie geboren wird. Nur weil wir in einem privilegierten Land wie Deutschland geboren wurden, heißt das nicht, dass wir die Augen vor Ungerechtigkeiten verschließen können, die auf dem Rest der Welt geschehen.“


Uns ist wichtig, dass man sich als junger Mensch politisch engagiert. Ohne den Einfluss von jungen Menschen in der Politik wird sich nichts ändern! Speziell auf SOS Humanity bezogen, sehen wir es als eine Pflicht an, sich für sichere Fluchtmöglichkeiten und Menschlichkeit auf dem Mittelmeer einzusetzen. Niemand kann sich aussuchen, wo er oder sie geboren wird. Nur weil wir in einem privilegierten Land wie Deutschland geboren wurden, heißt das nicht, dass wir die Augen vor Ungerechtigkeiten schließen können, die auf dem Rest der Welt geschehen. Wir sehen, dass sich durch Organisationen, wie SOS Humanity, etwas verändern kann. Auch das Unwort des Jahres 2021 „Pushback“ zeigt uns, dass das Thema Aufmerksamkeit braucht, und noch viel zu tun ist.

Was macht euch bei der Arbeit von SOS Humanity besonders Spaß?
Ganz klar: Die aktive Arbeit am Infostand. Ob es beim Spendenlauf Run for Rescue ist oder auf einem Festival wie das Stadt-ohne-Meer in Gießen. Die Interaktion mit Menschen, die sich informieren möchten oder einem auch neue Impulse geben, macht immer wieder aufs Neue Spaß. Auch der Austausch untereinander ist für uns super wichtig.

„Die Interaktion mit Menschen, die sich informieren möchten oder einem auch neue Impulse geben, macht immer wieder aufs Neue Spaß.“

Ob bei unseren regelmäßigen Treffen innerhalb der Freiwilligengruppe oder städteübergreifenden Online-Sitzungen: sich über das Thema der Seenotrettung auszutauschen, ist bereichernd und es tut gut, sich mit Menschen zu unterhalten, die sich im gleichen politischen Spektrum befinden wie man selbst. 

Was plant ihr für dieses Jahr?
Für dieses Jahr stehen wieder diverse Festivals an, wie zum Beispiel das Zusammen Leuchten oder das Stadt-ohne-Meer Festival. Zudem wird momentan wieder der Run for Rescue geplant, der auch städteübergreifend stattfindet. Und natürlich – nicht zu vergessen – unsere alljährlichen Weihnachtsmärkte mit (hoffentlich) selbst gebackenen Keksen.

Die Gruppe trifft sich regelmäßig in Paderborn. Sie ist über folgende E-Mail-Adresse zu erreichen: freiwillige.paderborn@sos-humanity.org