SOS Humanity legt Jahresbericht 2025 vor
Berlin, 27.08.2025. In dem heute veröffentlichten Geschäftsbericht 2025 in einer deutschen und einer englischen Ausgabe gibt die zivile Seenotrettungsorganisation SOS Humanity einen Überblick über Aktivitäten, Erfolge und Herausforderungen des vergangenen Jahres.
Der Bericht informiert auf 20 Seiten inhaltlich kompakt mit Zahlen, Fakten, Interviews und Zitaten sowie Grafiken und Fotos über die die Arbeit an Land und auf See. Er gibt Einblicke in die finanzielle Situation und Herausforderungen des Geschäftsjahres 2025; die Einnahmen und Ausgaben der hauptsächlich spendenfinanzierten Organisation sind detailliert dargelegt.
Nina Geisler, seit Juli 2025 Co-Geschäftsführerin von SOS Humanity, erklärt mit Blick auf finanzielle Engpässe im vergangenen Jahr: „Die Bundesregierung unter Friedrich Merz hat im Frühjahr 2025 die staatliche Förderung der zivilen Seenotrettung komplett gestrichen. Dass ausgerechnet die Rettung von Menschenleben nicht mehr förderwürdig sein soll, ist ein fatales Signal. Letztlich verdanken wir es allein der Zivilgesellschaft und engagierten Förderpartnern, dass wir 2025 dennoch jeden geplanten Einsatz mit der Humanity 1 fahren konnten. Die Zivilgesellschaft hat uns nicht im Stich gelassen. Trotzdem bleibt die Finanzierung unsere größte Herausforderung. Aber wir machen weiter, solange Menschen im Mittelmeer in Lebensgefahr sind.”
Der Jahresbericht fasst die wichtigsten Ereignisse 2025 zusammen: In sieben Einsätzen hat SOS Humanity 1.156 Menschen aus Seenot gerettet – ihre Geschichten von Flucht, Gewalt und Hoffnung machte die Organisation in dem Bericht „Grenzen der (Un-)Menschlichkeit“ erfahrbar. Zum zehnjährigen Bestehen präsentierte SOS Humanity Anfang Mai in einer Pressekonferenz neue Daten zu einem Jahrzehnt Seenotrettung; bei der Jubiläumslesung „Tatort Mittelmeer“ im ausverkauften Deutschen Theater Berlin sorgte die Rede des Gründers Klaus Vogel für stehende Ovationen. Im Herbst wurde mit dem Kauf und dem Umbau des neuen Segelschiffs Humanity 2, das seit dem 21. August 2026 im zentralen Mittelmeer flexibel im Einsatz ist, die Rettungskapazität um ein zweites Schiff erweitert. Vor Gericht scheiterte die Berufung Italiens gegen die 2024 gewonnene Anfechtung der Festsetzung der Humanity 1 – ein wichtiges Signal. Und schließlich gründete SOS Humanity mit 12 weiteren Organisationen das Bündnis Justice Fleet, um juristisch und politisch geschlossen aufzutreten.
Die Details finden Sie in dem jetzt online als PDF-Dokument verfügbaren, vollständigen Jahresbericht 2025 von SOS Humanity.