Über uns: AUS SOS MEDITERRANEE DEUTSCHLAND WIRD SOS HUMANITY

Als zivile Seenotrettungsorganisation streben wir eine Welt an, in der die Menschenrechte aller gewahrt werden. SOS Humanity steht für Menschlichkeit auf See und an Land. Wir engagieren uns dafür, dass kein Mensch mehr auf der Flucht ertrinken muss und jeder mit Würde behandelt wird.

Sieben Jahre retten, schützen und begleiten sowie bezeugen

Gegründet 2015 in Berlin als SOS Mediterranee Deutschland sind wir seit 2016 im zentralen Mittelmeer im Einsatz, erst mit dem Rettungsschiff Aquarius, von Mitte 2019 bis Ende 2021 mit der Ocean Viking. Wir retten Menschen aus Seenot, schützen und begleiten sie an Bord unsers  Rettungsschiffs und tragen ihre Geschichten in die Öffentlichkeit. Als Teil des europäischen Netzwerkes SOS MEDITERRANEE INTERNATIONAL haben wir bis Ende 2021 insgesamt 34.631 Kinder, Frauen und Männer vor dem Ertrinken gerettet und an einen sicheren Ort gebracht.

SOS Humanity: Lebensrettender Einsatz unter neuem Namen

Seit dem 1. Januar 2022 setzen wir unsere Arbeit als SOS Humanity fort – losgelöst vom bisherigen Verbund – und bringen bis Mitte 2022 ein neues Schiff aufs Mittelmeer: Mit der Humanity 1 wollen wir noch mehr Menschen retten. Neben dem Retten auf See zeigen wir die Konsequenzen der menschenverachtenden Abschottungspolitik der EU auf. 

Unser Rettungsschiff und unsere Arbeit werden über Spenden aus der Zivilgesellschaft finanziert. Unser neuer Name SOS Humanity ist Kompass, Mahnung und Aufforderung zugleich: Leben retten ist Pflicht – auch im Mittelmeer! Helft uns dabei!

UNSERE ZIELE

Wir retten
Leben​

Mit unserem neuen Schiff – der Humanity 1 – werden wir ab Mitte 2022 im zentralen Mittelmeer flüchtende Menschen aus Seenot retten. 

Wir schützen
und begleiten​

Wir versorgen die geretteten Menschen an Bord mit Kleidung und Nahrungsmitteln sowie medizinisch und psychologisch. Außerdem identifizieren wir besondere Schutzbedürfnisse und teilen diese den zuständigen Behörden mit.

Wir
bezeugen​

Wir dokumentieren die Schicksale der Überlebenden und zeigen Missstände wie Menschenrechtsverletzungen im zentralen Mittelmeer auf. 

WIR
VERÄNDERN

Wir klären die Öffentlichkeit über die menschenverachtenden Folgen der europäischen Migrationspolitik auf und setzen uns auf politischer Ebene für die Rechte von über das Meer flüchtenden Menschen ein.

Unsere Forderungen an die europäischen Staaten

Geltendes Recht
umsetzen

Die EU-Staaten müssen sicherstellen, dass im zentralen Mittelmeer geltendes Völkerrecht eingehalten und umgesetzt wird. Völkerrechtliche Verpflichtungen dürfen nicht wissentlich umgangen werden. Dazu gehört unter anderem die Pflicht zur Seenotrettung, zur staatlichen Koordination von Such- und Rettungseinsätzen sowie die schnellstmögliche Zuweisung eines sicheren Ortes zur Ausschiffung Geretteter. 

Eine europäische
Seenotrettung
etablieren

Die EU-Mitgliedstaaten müssen endlich ein europäisch organisiertes und finanziertes sowie staatlich koordiniertes Seenotrettungsprogramm im zentralen Mittelmeer schaffen. Es müssen ausreichend Schiffe zum Zweck der Seenotrettung eingesetzt werden. Menschen in Seenot müssen gerettet und anschließend gemäß internationalem Recht schnellstmöglich an einen sicheren Ort an Land gebracht werden. 

Die Finanzierung
und Ausbildung
der libyschen Küstenwache beenden

Die EU-Staaten dürfen ihre Verantwortung zur Seenotrettung nicht umgehen, indem sie diese an Libyen auslagern. Die gezielte Befähigung der libyschen Küstenwache, Menschen auf hoher See abzufangen und völkerrechtswidrig nach Libyen zurückzuzwingen, muss beendet werden. Die direkte oder indirekte Beteiligung von EU-Staaten an der Rückführung Geretteter nach Libyen ist eine Verletzung des Völkerrechts. 

Zivile Seenotrettung
nicht länger behindern
und kriminalisieren

Europäische Bürger*innen haben die zivile Seenotrettung geschaffen, weil die EU-Mitgliedstaaten keine eigene europäische Seenotrettung im zentralen Mittelmeer betreiben. Es muss sichergestellt werden, dass zivile Seenotrettung im Mittelmeer ohne jede Einschränkung stattfinden kann. Zivile Schiffe müssen von Leitstellen die volle Unterstützung bei der Suche und Rettung erhalten.

Die Menschen hinter  SOS HUMANITY  

2015 gegründet von Bürger*innen, die der humanitären Notlage im zentralen Mittelmeer nicht mehr tatenlos zusehen wollten, spiegelt SOS Humanity eine Vielzahl an persönlichen und beruflichen Hintergründen wider. Die Organisation lebt von all denen, die sich als Teil der Zivilgesellschaft dem Sterben im Mittelmeer entgegenstellen: als Mitglieder, Vorstand, Mitarbeitende auf See und an Land sowie als Ehrenamtliche oder als Spender*innen.  

Die ordentlichen Mitglieder von SOS Humanity bestimmen die Grundsätze unserer lebensrettenden Arbeit und wählen aus ihrer Mitte den Vorstand. Der ehrenamtliche Vorstand leitet den Verein nach Maßgaben unserer Satzung und den Beschlüssen der Mitgliederversammlung.

SOS Humanity wird unterstützt von Organisationen wie Aktion Deutschland Hilft (ADH), AWO International, UNO Flüchtlingshilfe und United4Rescue.  

Das Team der Geschäftsstelle in Berlin – aufgeteilt in die vier Bereiche Advocacy, Presse- und Öffentlichkeits- sowie Freiwilligenarbeit, Fundraising und Verwaltung – setzt die Ziele von SOS Humanity um. 

Die zukünftige Crew an Bord führt die Rettungseinsätze durch, begleitet die Geretteten an Bord und sammelt ihre Geschichten. Du willst an Bord kommen? Hier findest du mehr Informationen. 

Die Mitglieder der inzwischen sieben Freiwilligengruppen bilden ein Sprachrohr von SOS Humanity und sind Anker in der Zivilgesellschaft. Im persönlichen Austausch mit Bürger*innen schaffen sie dringend notwendige Aufmerksamkeit für die Situation im Mittelmeer. 

Du willst dich ehrenamtlich engagieren?
In folgenden Städten sind wir schon aktiv:

Deine Stadt ist nicht dabei? Dann schreib an: freiwillige@sos-humanity.org