Heike Spielmans ist neue Geschäftsführerin bei SOS Humanity

Heike Spielmans
Foto: Jörg Farys (Agentur Die.Projektoren) / VENRO

Berlin, 16.01.2023. Die zivile Seenotrettungsorganisation SOS Humanity hat eine neue Geschäftsführerin: Heike Spielmans, langjährige Geschäftsführerin von VENRO, der Dachorganisation entwicklungspolitischer und humanitärer Nichtregierungsorganisationen, übernimmt ab heute die Leitung der 2015 gegründeten Seenotrettungsorganisation.

Sie folgt auf Maike Röttger, die als Interimsgeschäftsführerin von November 2021 bis September 2022 die Loslösung des deutschen Vereins vom europäischen Verbund SOS Mediterranee begleitete. Unter Röttgers Führung stellte sich die Organisation ab Januar 2022 als SOS Humanity neu auf und ist seit August 2022 mit dem Rettungsschiff Humanity 1 im zentralen Mittelmeer im Einsatz.

„In den vergangenen Jahren hat sich die Situation für die Menschen auf dieser tödlichsten maritimen Fluchtroute nicht verbessert, im Gegenteil!“, betont Spielmans. „Ich bin entsetzt über die menschenverachtende Abschottungspolitik der EU, die das Ertrinken Tausender Menschen im Mittelmeer in Kauf nimmt. Ich möchte meine Erfahrung aus jahrzehntelanger sozialer und humanitärer Arbeit persönlich einbringen, um das Sterben auf dem Mittelmeer zu beenden. Gerade jetzt, nach dem neuen Dekret der rechten italienischen Regierung, müssen wir einer zunehmenden Kriminalisierung und Verhinderung von Seenotrettung und humanitärer Hilfe entgegenwirken. Die Bundesregierung hat sich im Koalitionsvertrag zu einer staatlich koordinierten Seenotrettung bekannt. Seitdem ist kaum etwas passiert. Ich werde mich dafür einsetzen, dass die Bundesregierung ihr Koalitionsversprechen einhält. Auch muss sie auf EU-Ebene Druck machen und sich für ein staatliches, europäisches Seenotrettungsprogramm einsetzen, damit das Sterben an Europas Außengrenzen endlich ein Ende findet.“

SOS Humanity hat sich neben dem Such- und Rettungseinsatz auch zum Ziel gesetzt, die Öffentlichkeit über die humanitäre Katastrophe auf dem Mittelmeer sowie deren Ursachen aufzuklären. Die Berliner Geschäftsstelle mit zurzeit rund 30 Mitarbeitenden will mit ihrer Arbeit auf die politisch Verantwortlichen in Deutschland und Europa einwirken, um die Migrationspolitik und damit die Lage der Flüchtenden auf See nachhaltig zu verbessern. Seit ihrer Gründung 2015 hat die Organisation über 35.000 Menschen aus Seenot gerettet.

Für Rückfragen, Stellungnahmen oder Interviews wenden Sie sich bitte an
Pressesprecherin Petra Krischok, presse@sos-humanity.org, +49 (0)176 – 552 506 54

Bildmaterial:
Unter diesem Link finden Sie für redaktionelle Zwecke Fotos und Videos der Rettungseinsätze von SOS Humanity in 2022. Bitte nennen Sie bei Verwendung Name Fotograf*in / SOS Humanity.

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