Memorandum für einen starken Flüchtlingsschutz

Max Cavallari / SOS Humanity

Gemeinsam für Schutz und Zusammenhalt

Menschenrechte sind die Grundlage unseres Zusammenlebens. Sie setzen dort an, wo sich alle wiedererkennen:  im Wunsch nach Sicherheit und einem Leben in Würde. Ein friedliches Miteinander gelingt also nur dort, wo jede und jeder die eigenen Rechte tatsächlich wahrnehmen kann.

Mit der Verabschiedung der Genfer Flüchtlingskonvention vor 75 Jahren wurde genau dieser Anspruch völkerrechtlich verankert: Verfolgte Menschen finden Schutz. Staatliche Grenzen stehen dem Recht des Einzelnen auf ein Leben in Sicherheit und Würde nicht entgegen. Gerade in Zeiten wie heute ist die Einlösung dieses Versprechens eine große Herausforderung, der wir uns als unterzeichnende Organisationen täglich stellen. Und wir sind überzeugt: Ein Flüchtlingsschutz, der diesem Anspruch gerecht wird, ist möglich.

Was dafür gestärkt werden muss, ist das, was uns als Gesellschaft trägt: Solidarität, Respekt im Umgang miteinander und die Bereitschaft, das Gemeinsame über das Trennende zu stellen. Das ist die Basis für einen Flüchtlingsschutz, der für alle funktioniert und das Zusammenleben insgesamt verbessert.

Ich habe auf der Flucht viel verloren, aber nie meinen Willen. Heute stehe ich stark, weil Menschen an mich geglaubt haben. Jetzt glaube ich an mich selbst.

Weam ist als Kind mit ihrer Familie aus Syrien geflohen. Bei der Fahrt über das Mittelmeer ist ihre Mutter ertrunken. Das ist bis heute für die ganze Familie ein unfassbar schmerzhafter Verlust. In einer Beratungsstelle wurde sie ermutigt, in einem Kindergarten ein Praktikum zu machen. Heute macht sie eine Ausbildung als Erzieherin und fördert Kinder in ihrer Entwicklung.

Ein solcher Flüchtlingsschutz ist möglich. Wir wollen über die Umsetzung reden, was es dazu braucht und was wir dafür tun müssen. 

Unsere Forderungen an die zukünftige Bundesregierung haben wir in einem gemeinsamen Memorandum zusammengefasst.

Zum Memorandum